Der Politik-Leistungskurs des 12. Jahrgangs des Albert-Einstein-Gymnasiums in Hameln besuchte am Donnerstag, den 08.03.2018 das Emmerthaler Familienunternehmen Dr. Paul Lohmann.

Verschiedenste Mineralsalze werden am Emmerthaler Standort sowie in einem weiteren Werk in Lüneburg produziert, die von anderen Unternehmen zu Nahrungsergänzungsmitteln, pharmazeutischen Produkten, sowie Kosmetika weiterverarbeitet werden. Die Firma Dr. Paul Lohmann ist mit einem jährlichen Umsatz von rund 120 Mio. Euro einer der größten Produzenten weltweit und beschäftigt rund 600 Mitarbeiter. Ausgangspunkt der Erkundung war das Semesterthema 'Internationalisierung von Wirtschaftsprozessen' und aufgrund dessen fanden Begrüßung und die Firmenpräsentation auch auf Englisch statt, um zu verdeutlichen, dass man ohne eine Fremdsprache nicht weit in der globalen Wirtschaft kommt, was einige Schüler erst einmal ein wenig aus dem Konzept gebracht habe, räumte Laureen Arvanitis ein.

Jürgen Lohmann, Geschäftsführer und Urenkel des Firmengründers, hielt einen Vortrag über die Historie seines Familienbetriebes und darüber, wie ein internationales Unternehmen wie Dr. Paul Lohmann, agiert und veranschaulichte anhand seines Unternehmens, was Internationalisierung bedeutet. Danach führte er über das Gelände seiner Fabrik. Dies stellte sich als äußerst interessant heraus – verschiedenste Produktionstechniken, der Aufbau der Produktionsstätten von Anlieferung bis Abfüllung sowie die betriebseigene Kläranlage wurden erklärt. Da gerade im Fach Politik-Wirtschaft eine Verknüpfung von der Theorie aus dem Unterricht mit der Praxis nicht immer realisierbar ist, war der Besuch vor dem Hintergrund eines so breit gefächerten Themenbereiches wie der Globalisierung ein besonderes Ereignis für die Schülerinnen und Schüler. Somit haben sie nicht nur an einer einfachen Betriebsbesichtigung teilgenommen, sondern vielmehr die Bedeutung der Internationalisierung für den Mittelständler Dr. Paul Lohmann kennengelernt. Die Teilnehmer des Kurses durften einen Betrieb mit einer vom Tag der Gründung an international ausgerichteten und  weltoffenen Firmenphilosophie erkunden, die sie nicht erwartet hätten.

Alles in einem war die dreistündige Exkursion sehr informativ und  viele  Prinzipien eines internationalen Unternehmens wurden vor Ort deutlich. Hinter die Kulissen zu schauen, um die Bedeutung  hinter dem Begriff „Internationalisierung“ wirklich zu verstehen, war nicht nur wertvoll, sondern auch interessant für die kommenden Abi-Klausuren, da ein Bezug zu etwas Realem immer gut einzubringen sei, so Nico Franzmeier.

Laureen Arvanitis, Nico Franzmeier, Oliver Nay, Noé Steffen da Costa, Maxim Tokarenko (Jg.12) und Anne-Kathrin Borchers

Zum Seitenanfang