AEG und IGS kämpfen gegen den Blutkrebs

Die Schüler und Lehrer des Albert-Einstein-Gymnasiums (AEG) und der Integrierten Gesamtschule (IGS) in Hameln haben am 29. Januar 2019 ein lebenswichtiges Projekt unterstützt. Um Patienten weltweit zu helfen, organisierten AEG und IGS gemeinsam mit der DKMS eine Registrierungsaktion. Dabei haben sie es geschafft, dass sich 82 Schüler und Lehrer als DKMS-Spender registriert haben.

Alle 15 Minuten erkrankt in Deutschland ein Mensch an Blutkrebs, darunter auch viele Kinder und Jugendliche. Vielen von ihnen kann nur durch eine Stammzelltransplantation das Leben gerettet werden – vorausgesetzt man findet den passenden Spender. An Blutkrebs erkrankte Patienten können oft nur überleben, wenn es – irgendwo auf der Welt – einen Menschen mit nahezu den gleichen Gewebemerkmalen im Blut gibt, der zur Stammzellspende bereit ist.

Gestartet wurde der erfolgreiche Aktionstag in der Aula des AEG mit einem Infovortrag zum Thema Blutkrebs und Stammzellspende durch einen Mitarbeiter der DKMS. Besonders eindrücklich waren die Berichte von Stammzellspendern (Film), die authentisch vermitteln konnte, was Stammzellspende und damit Leben spenden wirklich bedeutet. „Das hat uns wirklich die Augen geöffnet, wie wichtig es ist, sich registrieren zu lassen und mit wie wenig Aufwand man helfen kann“, folgerte Madeleine Spitta, Jahrgangssprecherin  am AEG, und Meike Bartsch, Schülerin der IGS, sagte: "Es ist wichtig, dass alle darüber informiert sind; denn es kann jeden betreffen, wo doch jeder einfach kann durch eine Spende  helfen kann."

Anschließend hatten die Schüler die Möglichkeit sich mit ihren Fragen direkt an die „Experten“ wenden, bevor sie sich endgültig für eine Registrierung entscheiden konnten. Fabian Zörkendörfer, Oberstufenkoordinator an der IGS, begleitete die Fragerunde aufmerksam. „Für unsere Schülerinnen und Schüler ist es wichtig, nicht nur abstrakt etwas über Leukämie vorgetragen zu bekommen, sondern aktiv die Bedeutung einer Stammzellenspende zu vermitteln“, so der Pädagoge. „Daher war es uns wichtig, Betroffene und Experten vor Ort dabeizuhaben.“ Die Registrierung selbst dauerte kaum 10 Minuten und erfolgte per Wangenschleim-hautabstrich mit drei Wattestäbchen. Die Gewebemerkmale werden nun in einem Labor analysiert und für die weltweite Spendersuche zur Verfügung gestellt. Wenn die registrierten potenziellen Spender dann tatsächlich als Stammzellspender infrage kommen, werden sie von der DKMS informiert. „Für uns ist diese Maßnahme ganz wichtig, denn schließlich hatten wir im vergangenen Schuljahr den Tod eines Schülers zu beklagen, der an Blutkrebs verstorben ist“, unterstreicht Bettina Schröder-Brautlecht, stellvertretende Schulleiterin am AEG. „So etwas möchte man, wenn es irgendwie geht, verhindern und helfen können. Eine Spende ist schnell gemacht und kann Leben retten.“

Am Aktionstag wurden 35 € Spendengelder gesammelt. Dies ist als finanzielle Unterstützung ein wichtiger Aspekt, denn die Registrierung und Typisierung eines Spenders kostet die DKMS 35 Euro. Da die DKMS eine gemeinnützige Gesellschaft ist, freut sie sich über jede Spende. Als internationale Organisation, die sich dem Kampf gegen lebensbedrohliche Blutkrebserkrankungen verschrieben hat, verfolgt die DKMS das Ziel, so vielen Patienten wie möglich eine zweite Lebenschance zu ermöglichen. Außer in Deutschland ist die DKMS in den USA, Polen, UK und Chile aktiv und hat mehr als acht Millionen Lebensspender registriert. Darüber hinaus betreibt die DKMS wissenschaftliche Forschung und setzt in ihrem Labor, dem DKMS Life Science Lab, Maßstäbe bei der Typisierung neuer Stammzellspender.

Cord Wilhelm Kiel

Zum Seitenanfang