Am Montag, dem 11.2.,  begaben sich einige Schülerinnen und Schüler des AEG  mit dem Polarforscher Dr. Benoît Sittler auf eine einmalige Reise in die Arktis , genauer gesagt auf die Insel Trail im Nordost-Grönland-Nationalpark.

 

Sie folgten dem gebürtigen Elsässer von der Universität Freiburg auf den Spuren der Lemminge,  Moschusochsen, Schneehasen, Hermelinen, Falkenraubmöwen, Polarfüchsen und natürlich auch der Eisbären inmitten einer grandiosen vom Menschen weitgehend unberührten Landschaft. Jedenfalls vermittelten das beeindruckende Fotos. Doch der Schein trügt:  Sittler, der seit 1988 im Nationalpark die Lemmingzyklen untersucht, berichtete von den großen Herausforderungen, denen die Tierwelt der Arktis durch den Klimawandel  ausgesetzt ist. Durch die Klimaerwärmung fällt der Schnee in Grönland immer später und taut immer früher. Den Lemmingen bleibt für die Reproduktion im Schutze der Schneedecke zu wenig Zeit, damit fehlen die Massenvermehrungen und damit die Beute für die Aufzucht von jungen Polarfüchsen, Schneeeulen und Falkenraubmöwen. Die Nahrungsnetze brechen allmählich zusammen, brütende Schneeeulen auf Trail gehören schon lange der Vergangenheit an. Auch die Moschusochsen stehen vor großen Problemen, denn in Grönland wird der Pulverschnee knapp. Immer öfter taut der Schnee an und gefriert wieder, sodass die Pflanzenfresser den vereisten Schnee mit ihren Hufen auf der Suche nach Flechten nicht mehr wegscharren können und elend verhungern. Eisbärbegegnungen im Inland haben sich in den letzten Jahren ebenso gehäuft, weil die Tiere durch die Schmelze des Packeises gezwungen sind, ihre Nahrung an Land zu suchen.  Am Ende des Vortrages stand der Polarforscher den Schülerinnen und Schülern für Fragen zur Verfügung, wovon insbesondere die 5. und 6. Klässler fleißig Gebrauch machten. Der Klimawandel geht uns alle an: Nutzt euer Fahrrad oder geht auch einmal zu Fuß! Die Tiere der Arktis werden es euch danken!

 

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