Das Fortbildungskonzept am Albert-Einstein-Gymnasium Hameln - Vorbemerkungen

Die sich ständig verändernden Rahmenbedingungen von Schule und Unterricht erfordern Fortbildungsangebote für Lehrkräfte, durch die sie bei der Bewältigung der täglichen Auf­gaben unterstützt werden und die ihnen dafür Hilfen bietet. Erforderlich sind qualifizierte Angebote, die dem Bedarf der Schule entsprechen.

Die Fortbildungsveranstaltungen am Albert-Einstein-Gymnasium werden zum Teil von der Schule selber organisiert – als Veranstaltungen für das ganze Kollegium, für einzelne Fachschaften oder Projektgruppen. 

Diese werden teilweise auch durch schulinterne Referenten gestaltet. 

Der größte Teil der Fortbildungsangebote erfolgt durch externe Anbieter. Soweit erforder­lich und erwünscht werden dafür auch schulische Räumlichkeiten und weitere Unterstüt­zung zur Verfügung gestellt.

Angebote des NiLS finden sich im Internet 

unter http://www.nibis.de/nibis.phtml?menid=583

die Angebote der Regionalen Fortbildung 

unter http://www.nibis.de/nibis.phtml?menid=710.

Zuständig für die Genehmigung und die notwendige Gewährung von Sonderurlaub sowie Bereitstellung der ggf. notwendigen Mittel aus dem Schulbudget ist der Schulleiter. Die Fortbildungsbereitschaft wird durch großzügige Genehmigungen gefördert. Die Verpflichtung der Schule, möglichst vollständigen Unterricht zu erteilen, bleibt bestehen.

Das bedeutet in Ausnahmefällen auch die Ermöglichung der Teilnahme an ganztägigen Veranstaltungen oder die Organisation ganztägiger Arbeitstagungen. Solche ganztägigen Veranstaltungen sind immer dann geboten, wenn eine Thematik sehr intensiv bearbeitet werden soll. Hierfür kommen insbesondere aus dem Schulprogramm abgeleitete Schwerpunkte in Frage.

Teilnahmegebühren für Fortbildungsveranstaltungen des Landes werden aus dem Schulbudget bezahlt. Entstehen Kosten durch die Teilnahme an anderen Fortbildungsveranstaltungen, kann aus dem Schulbudget ein Zuschuss gewährt werden.

Der Verpflichtung nach § 51 NSchG zur Fortbildung in der unterrichtsfreien Zeit wird u.a. dadurch nachgekommen, dass kürzere Veranstaltungen am Nachmittag nach Unter­richtsschluss stattfinden. Längere Veranstaltungen beziehen ggf. auch Sonnabende oder Ferientage ein.

Fachliche Fortbildungsveranstaltungen (zu Abiturschwerpunktthemen, zur Umsetzung der Kerncurricula, MNU-Tage, ChiK, usw.)

Anbieter ist hauptsächlich das Land. Es werden aber auch Verträge mit Referenten geschlossen, die aus dem Fortbildungsbudget der Schule bezahlt werden. Dabei wird jeweils geprüft, inwieweit sich eine Zusammenarbeit mit Nachbarschulen anbietet.

Die Lehrkräfte werden z. T. gezielt / fachbezogen eingeladen. Sie informieren sich dane­ben selbstständig z. B. in der VEDAB-Datenbank.

Die Fachobleute erhalten die entsprechenden Einladungen und regen zur Teilnahme an solchen Fortbildungsveranstaltungen an. Entstehen Teilnahmegebühren, sind diese in einem Ergänzungsbogen zum Eintrag für die Haushaltsplanung einzutragen. Im Sekretariat werden die genehmigten Anträge erfasst und Kopien der Teilnahmebescheinigungen an die Fachobleute weiter gegeben, so dass diese Übersichten über die Teilnahme der Fachkollegen führen können. Neben der Listenführung tragen sie außerdem dafür Sorge, dass die Erfahrungen und neuen Kenntnisse innerhalb der Fachgruppen weitergegeben werden. Dazu sehen sie Tagesordnungspunkte in Fachkonferenzen vor und führen u.a. Materialsammlungen (Papierform, Dateien, etc.)

Im Hause werden neu eingetretene Lehrkräfte durch von den Fachobleuten bestimmte Kollegen in die Nutzung von Sammlungen, Fachbibliotheken, Gerätenutzung etc. eingeführt.

Zur Einführung in die Nutzung des schuleigenen Netzwerkes (u.a. Anmeldung, Dateistruktur, Berechtigungen) finden nach Bedarf Fortbildungsveranstaltungen durch den Fachobmann Informatik statt.

Fachspezifische Software wird in den Fachkonferenzen vorgestellt und die Anwendung ggf. in gesonderten Veranstaltungen vermittelt.

Überfachliche Fortbildungen zur Unterrichtsmethodik

Stand zum Beginn des Schuljahres 2009/10: 

Die Fortbildungsmaßnahme der LSchB zur Verbesserung der Unterrichtsqualität bildet einen Fortbildungsschwerpunkt. Es nehmen derzeit 15 Lehrkräfte der Schule daran teil. Ziel ist es, die Kompetenz von Lehrkräften hinsichtlich ihrer Unterrichtsmethodik zu schulen. Diese veränderte Unterrichtsmethodik soll unsere Schülerinnen und Schülern zu selbstständigeren Lernleistungen befähigen. Außerdem wird systematisch die Zusammenarbeit der Lehrkräfte mit dem Ziel der gegenseitigen Entlastung gefördert.

Im Rahmen des Erwerbs überfachlicher Methodenkompetenz vermitteln die Lehrkräfte im Fach Deutsch den Schülerinnen und Schülern im 1. Halbjahr der 5. Klasse sieben Lesestrategien (entsprechend dem eingeführten Arbeitsheft „Wir werden Textdetektive“). Um sicherzustellen, dass diese Methoden regelmäßig eingefordert und auch bei der Arbeit mit Sachtexten eingesetzt werden, führt die Fachgruppe Deutsch im Anschluss daran eine Fortbildungsveranstaltung für die in den 5. Klassen unterrichtenden Fachlehrkräfte durch (alle Fächer außer Sport, Deutsch), in der diese Lesestrategien vermittelt werden.

Sicherung der Nachhaltigkeit bei der Entwicklung der Unterrichtsqualität: 

Die in der Fortbildungsreihe erworbenen zusätzlichen Kompetenzen werden gezielt und systematisch ins Kollegium weitergegeben.

Dies geschieht schwerpunktmäßig im jeweiligen 5. Jahrgang: 

Als Teil der Vorbereitungen für das jeweils neue Schuljahr findet eine 3-stündige Fortbildung statt. Kolleginnen und Kollegen des jeweiligen 6. Jahrgangs geben denjenigen, die neu im Jahrgang 5 eingesetzt werden, bewährte Methoden, Lern- und Arbeitstechniken weiter, die das selbstgesteuerte Lernen fördern. Weiter informieren sie über einzuführende Rituale und Absprachen. 

Ab Jahrgang 7 setzt sich die Zusammenarbeit schwerpunktmäßig in den Fachgruppen fort. Hier werden Sequenzen für den Unterricht (z. B. Lernspiralen) entwickelt, zentral durch die Fachobleute gesammelt und für die Lehrkräfte zur Verfügung gestellt. Der Erfahrungsaustausch wird durch gegenseitige Hospitationen ergänzt und weiter angeregt. 

Der jeweils notwendige organisatorische und zeitliche Rahmen wird durch die Schullei­tung sichergestellt.

Überfachliche Fortbildung im Bereich der kommunikativen Kompetenz und der Sozialkompetenz

Die Stärkung der kommunikativen Kompetenz der Lehrkräfte dient einerseits dazu, in kritischen Gesprächen / Konfliktgesprächen angemessen agieren und reagieren zu können. 

Andererseits sind die Entwicklung und Stärkung der Schülerpersönlichkeit und der Wunsch nach einem respektvollen Miteinander in den Leitzsätzen unseres Schulprogramms enthalten.

Die zugehörigen Schulprogrammleitziele

  • Vermittlung und Entwicklung von Sozialkompetenz;
  • Förderung der Klassengemeinschaft und das Vermitteln von Konfliktlösungsstrate­gien;

wurden beim Fortbildungsschwerpunkt KIK (‚Kommunikation – Interaktion – Kooperation in Schule und Unterricht’) aufgegriffen. 

Die von den rkräften erworbenen zusätzlichen Kompetenzen werden insbesondere im Rahmen der Zusammenarbeit der Jahrgangsteams der Klassenleitungen weitergegeben. Dazu werden die Teams soweit möglich so gebildet, dass in jedem Jahrgangsteam eine weitergebildete Lehrkraft eingesetzt ist. In Zusammenarbeit mit dem zuständigen Koordinator / der zuständigen Koordinatorin werden Schwerpunktthemen zusammengestellt (z.B. Elternabend, Elterngespräch, …), die im Laufe des Schuljahres in den Teamsitzungen thematisiert oder inhaltlich vermittelt werden.

Die Schulprogrammleitziele

  • offensive Gesundheitsförderung im Schulalltag und
  • Stärkung des Selbstbewusstseins

werden beim einmal jährlich stattfindenden Projekttag zur Gesundheitsförderung und Suchtprävention aufgegriffen. Klassenlehrer(innen) und Fachlehrer(innen), die den Projekttag in den 7. und 8. Klassen durchführen, nehmen im Laufe des 1. Halbjahres des jeweiligen Schuljahres an der ganztägigen Fortbildungsveranstaltung „Methoden präventiver Arbeit“ teil, sofern sie diese nicht bereits besucht haben.

Überfachliche Fortbildung in Spezialbereichen

Dazu gehören Angebote zur Schulung von Sicherheitsbeauftragten r das Kollegium des Albert-Einstein-Gymnasiums werden die nach dem Erlass „Erste Hilfe, Brandschutz und Evakuierung in Schulen“ erforderlichen Kurse „Lebensrettende Sofortmaßnahmen (LSM)-Schule” in ½-jährlichem Rhythmus in der Schule angeboten.

In Fragen der Schulorganisation und weiterer schulspezifischer Gegebenheiten werden Berufsanfänger am Albert-Einstein-Gymnasium durch die Schulleitung nach Bedarf eingeführt.

Veranstaltungen zum überfachlichen Einsatz von Software, wie Textverarbeitung oder Präsentation, werden nach Bedarf durch den Fachobmann für Informatik durchgeführt.

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