Comeniusfahrt nach Cadaval (Portugal)

 

Am 15.04.2013 war es so weit! Wir, das heißt Karina, Frederike, Benafche, Elena und Stephanie, fuhren zusammen mit Frau Kunkel, Frau Tovar-Luthin und unserem Fremdsprachenassistenten Dany Garignon im Rahmen des Comenius-Projektes für eine Woche nach Portugal, genauer gesagt nach Cadaval, einem Dorf, das ca. 60 km nördlich von Lissabon liegt.

 

Am Montagmorgen flogen wir von Hannover nach Mallorca und von dort aus dann nach Lissabon. Dort angekommen, gingen wir erst einmal in das Hostel, um uns umzuziehen und dann zu dem schönen, in der malerischen Alfama gelegenen Aussichtspunkt Miradouro de Santa Luzia zu gehen. Die vielen kleinen Straßen und die schönen Häuser gefielen uns sehr und der Aufstieg hat sich für diesen tollen Blick über die Stadt wirklich gelohnt.

 

Am Dienstag ging es dann - mehr oder weniger ausgeschlafen - zum gemeinsamen Treffpunkt, wo wir zum ersten Mal alle anderen Teilnehmer des Projektes trafen. Auch unsere Austauschschüler kamen mit einer kleinen Verspätung - die anscheinend in Portugal normal ist - an. Langsam ließ die Nervosität nach und man begann, die Teilnehmer besser kennen zu lernen. Zusammen mit allen Beteiligten aus den acht europäischen Ländern (Frankreich, Großbritannien, Kroatien, Portugal, Rumänien, Spanien, Türkei, Deutschland) machten wir eine Stadtführung, wobei ein portugiesischer Lehrer uns Informatives über Lissabon erzählte. Gegen 18 Uhr kamen wir dann in Cadaval an und lernten unsere Gastfamilien kennen. Die Familien übernahmen wie jeden Abend das Programm. So sind wir beispielsweise zur Halbinsel Peniche gefahren, haben die Umgebung mit einem Spaziergang oder mit dem Jeep erkundet und die Zeit mit sportlichen Aktivitäten verbracht.

 

Nach der ersten Nacht in den Gastfamilien trafen sich alle, um durch die Schule geführt zu werden. Zum wiederholten Male fiel uns das lockere Verhältnis zwischen den Lehrern und Schülern auf. In der Schule wurden sowohl musikalische als auch tänzerische Einlagen von den Schülern gezeigt.

 

Danach ging es zur Grundschule Cadavals, in welcher sich die Kinder sehr viel Mühe gaben und uns mit kleinen selbst gebastelten Geschenken überraschten. Im Rathaus wurden wir von der Vize-Bürgermeisterin herzlich empfangen und uns wurden Filme über Cadaval und Umgebung gezeigt, bevor wir das kleine Dorfmuseum besichtigten. Nach dem Programm teilte sich die Gruppe, um in der Stadt ein bisschen zu shoppen oder essen zu gehen. Der Abend verging aufgrund der vielen Aktivitäten in den Familien sehr schnell.

 

Am Donnerstag besichtigten wir einen orientalischen Park. Wir Deutschen genossen auch hier - wie schon an den Tagen zuvor - die Sonne, was uns nach dem furchtbar langen Winter in Norddeutschland richtig gut tat. Zum Mittagessen fuhren wir zum Strand in Foz do Arelho. Dort angekommen, gingen alle sofort zum Essen, doch wir wollten diesen wunderschönen Ausblick, wie so oft, mit Bildern festhalten. Im Anschluss an die Foto-Session am Strand bestellten auch wir Essen, was zwar sehr lange brauchte, aber auch sehr gut schmeckte. Nach der Stärkung ging es nach Óbidos, einer Stadt, die immer noch von einer intakten Stadtmauer umringt ist. Wir genossen den Blick von der Mauer, auf der man die Stadt umlaufen kann, und machten mit unseren Austauschschülern einen Rundgang, wobei uns diese die wichtigsten Dinge erklärten. Carlos, der portugiesische Lehrer, der die Organisation bei unseren Ausflügen übernahm, überraschte uns hier mit einer beeindruckenden Gesangseinlage in der ganz mit Azulejos, den typischen blauen Keramikfliesen ausgekleideten Kirche, Igreja de Santa Maria. Nachmittags fuhren wir dann noch nach Caldas da Rainha, was auch sehr schön war.

 

An unserem letzten gemeinsamen Tag fuhren wir zum Montejunto. Dies ist der Berg, der das Wetter in Cadaval und Umgebung bestimmt und für seine Sage bekannt ist. Die Sage wurde uns schauspielerisch von Mitarbeitern der Gemeindeverwaltung unter dem Motto „Forest week“ verdeutlicht. Danach hatte die Gemeinde Cadaval ein Grillfest für alle organisiert. Für uns ungewöhnlich war, dass Chips auf dem Tisch standen und zu dem Gegrillten gegessen wurden. Doch wir aus Deutschland einigten aus darauf, dass man dieses auch in Deutschland einführen könnte! Anschließend wurde die historische königliche Eisfabrik von uns besichtigt und wir spaßten mit einem der kroatischen Lehrer, der auch etwas Deutsch konnte.

 

Am Samstag stand schon die Abreise an und wir mussten uns von allen verabschieden. Doch eins war uns allen klar: Wir werden unsere Gastfamilien und ein paar von den Teilnehmern nochmal wieder sehen.

 

Alles in allem war es eine sehr schöne Woche (leider ein bisschen zu kurz) mit super Wetter, die uns allen sehr viel Spaß gemacht hat. Mit sehr vielen Fotos (so an die 2000), vielen neuen Erfahrungen und Erlebnissen, die man nicht noch mal wiederholen kann, weil sie so lustig waren.

 

Teilweise hatte man sich so an das Englischsprechen gewöhnt, dass immer wieder englische Wörter in einen deutschen Satz kamen.

 

Danke an alle, die diese Woche so unvergesslich gestaltet haben und auch nochmal an die Lehrerinnen und Dany.

 

Autorinnen: Karina Breuer, Elena Duven, Frederike Hoch, Stephanie Queren, Benafche Youssef (Klasse 9 La)

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