Volles Programm in der französischen Hauptstadt

Schüleraustausch der 8. Klassen mit dem Collège Fénelon in Paris vom 7. bis 17. März 2005

 

Auch in diesem Jahr fand wie seit Jahren wieder der Austausch zwischen dem Albert-Einstein-Gymnasium und unserer Partnerschule Fénelon in Paris statt.

Im Dezember 2004 lernten sich Deutsche und Franzosen bereits kennen, als die Franzosen in Hameln zu Gast waren. Damals standen unter anderem neben Unterrichtsbesuchen im AEG auch Eislaufen in Braunlage, Bergwerksbesichtigung und Weihnachtsmarkt in Goslar, Brotbacken in Börrie, Besuch des Wasserparadieses in Hildesheim und ein Empfang bei der Stadt Hameln auf dem Programm.
 

Das Programm in Paris sah folgendermaßen aus:
 

Montag, 7. 3. 2005

Anreise: nach langer Zugfahrt, u.a. im Thalys-Hochgeschwindigkeitszug, kamen wir am Abend etwas erschöpft aber doch aufgeregt in Paris an: Wie wird wohl der erste Abend verlaufen? Wird die Familie nett sein? Werde ich mich verständigen können?
 

Dienstag, 8. 3. 2005

Beim Treffen und gemeinsamen Frühstück in der Schulkantine (O-Saft, Croissants) wurde viel vom ersten Abend in den Familien berichtet. ("Die haben eine riesige Wohnung und sogar Dienstboten!"; "Meine Gastmutter kann gar nicht kochen; wir waren bei Mc Donald’s!"; "Ich habe sogar fast alles verstanden!") Es folgte ein Aufstieg auf den Eiffelturm und ein fantastischer Blick über die Stadt, der sofort auf diversen Fotos festgehalten werden musste. Anschließend besichtigten wir den Arc de Triomphe und spazierten dann in kleinen Gruppen die Champs-Elysées, die weltberühmte Einkaufsstraße, entlang. Einige Mädchen kauften sogar bei der Parfümerie Séphora ein, doch ansonsten blieb es, vor allem bei den Nobelgeschäften, eher beim Schaufensterbummel.
 

Mittwoch, 9. 3. 2005

Heute nahmen die Einsteiner im Unterricht an der französischen Schule teil und stellten fest, dass es dort doch sehr anders abläuft als bei uns. (Antreten in Zweierreihen vor Unterrichtsbeginn, Schule bis nachmittags oder teilweise sogar bis um 18:00 Uhr. "Die Lehrer sind voll streng und brüllen die ganze Zeit rum!". "Es war wie eine Vorlesung!". "Mann, bin ich froh, dass ich zum AEG gehe!")
 

Donnerstag, 10. 3. 2005

Streik bei der Métro: Wir durchquerten halb Paris zu Fuß und kamen letztendlich doch noch zu einer Bootsfahrt auf der Seine. Später besuchten wir die Cité des Sciences – kurz vorher wurde auf dem Platz vor der Cité noch schnell ein deutsch-französisches Fußballspiel ausgetragen- und das Panoramakino La Géode, wo wir auf einer gigantischen Leinwand einen Film mit faszinierenden Unterwasseraufnahmen sahen.

Freitag, 11. 3. 2005

Heute war ein Besuch im Louvre angesagt. Alle waren gespannt: Würde die Frau mit dem schönen Namen Mona Lisa wirklich so bezaubernd lächeln? Umso größer war die Enttäuschung angesichts ihres Miniaturformats und ihres französischen Namens "La Joconde". Selbst die berühmte Venus von Milo entsprach nicht so ganz unserem Schönheitsideal. Am Nachmittag fuhren wir nach Montmartre und machten die Souvenirläden unsicher, bevor wir die Kirche Sacré C½ur besichtigten. Nach dem Aufstieg auf den Hügel kamen wir zum Place du Tertre, wo sich einige porträtieren oder karikieren ließen.
 

Dienstag, 15. 3. 2005

Heute war super Wetter, genau richtig für einen Ausflug nach Versailles. Auf dem Weg dorthin kauften einige auf dem Markt Wurst und Honig für ihre Eltern und wendeten zum ersten Mal ihr Lehrbuchfranzösisch ("Au marché") an. In Versailles mussten wir uns zuerst durch die Horden von schwarzen Straßenverkäufern zwängen; dann besichtigten wir das Schloss (leider war der berühmte Spiegelsaal wegen Renovierungsarbeiten zum größten Teil verdeckt) und genossen anschließend ein Sonnenbad und ein Picknick im Schlosspark.
 

Mittwoch, 16. 3. 2005

Heute waren wieder Besuche im Unterricht angesagt. Die Eindrücke waren ähnlich wie schon an unserem ersten Schultag.
 

Donnerstag, 17. 3. 2005

Rückfahrt nach Deutschland mit gemischten Gefühlen. Am Bahnhof gab es viele Versprechungen und einige herzzerreißende Abschiedsszenen mit vielen Tränen. Auch wurden einige Verabredungen getroffen: gemeinsamer Sommerurlaub, Teilnahme am Austausch im nächsten Jahr, .... Im Zug wurden bereits Erinnerungen ausgetauscht ("Meine Französin hat immer ..."). Als wir wegen einer Zugverspätung eine Stunde auf einem kalten, zugigen, verregneten Bahnsteig warten mussten, vermissten wir schon das schöne Sommerwetter in Paris. In Hameln angekommen, waren alle froh, wieder von ihren Familien in Empfang genommen zu werden. Viele erzählten zu Hause noch bis nachts von den vielen in Paris gewonnenen Eindrücken und zeigten gleich die dazugehörigen Bilder (digital auf dem PC natürlich!).
 

Dienstag, 19. 4. 2005

Im AEG fand ein Schüler-Eltern-Parisabend statt, bei dem die Schüler von Dias untermalte Kurzberichte vortrugen und wir alle die gemeinsame Fahrt noch einmal Revue passieren lassen konnten. Gekrönt wurde der Abend durch das riesige von den Eltern spendierte Buffet.

 

Autorin: Melanie Badusche

 

Zum Seitenanfang