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Das Albert-Einstein-Gymnasium begeht den 50. Jahrestag des deutsch-französischen Freundschaftsvertrages mit einem Festakt

 

Wenn Konrad Adenauer und Charles de Gaulle sehen könnten, welche Auswirkungen die Unterzeichnung des „Elysée-Vertrages“ am 22.01.1963 auf die heutigen Schülerinnen und Schüler in Deutschland und Frankreich haben, hätten sie sich bestimmt noch einmal vor Freude über den Erfolg die Hände geschüttelt. Ihr damaliges Bestreben, die beiden Nationen einander in Frieden und Freiheit näherzubringen, ist auf alle Fälle gelungen.

 

 

Um diesen Jahrestag gebührend zu begehen, fand in der Aula des Albert-Einstein-Gymnasiums ein Festakt mit buntem Programm für die jüngeren Französischlerner statt. Nach den einführenden Worten des Schulleiters, Herrn Oberstudiendirektor Weber, hatte die Bläserklasse des 6. Jahrgangs unter Leitung von Tobias Carmine einen ihrer ersten Auftritte mit einem Medley aus "Ode an die Freude", der "Eurovisionsmelodie" und "Pomp and Circumstance". Der Chor unter Leitung von Claudia Gottschalk sang die deutsche und die französische Nationalhymne und ein Lied aus dem Film „Les Choristes“. Zum weiteren Programm, das die Fachgruppe Französisch des Albert-Einstein-Gymnasiums auf die Beine gestellt hatte, gehörten ein Quiz über Wissenswertes aus dem Französischunterricht für die 6. Klassen, eine Skype-Konferenz mit den französischen Partnern aus dem Collège Fénelon, dem langjährigen Austauschpartner des AEG, ein Computerwettbewerb für die 7. Klassen und ein Luftballonwettbewerb für den Jahrgang 8. Ob einer der Luftballons in den Farben blau, weiß und rot es über die Grenze nach Frankreich schaffen wird?

 

20 Schülerinnen und Schüler aus den Jahrgängen 9 und 10 haben diesen Weg Anfang Januar jedenfalls schon mit der Bahn zurückgelegt und befinden sich seitdem in Paris. Sie nehmen an dem regelmäßig stattfindenden Austauschprogramm zwischen dem AEG und dem Collège Fénelon im noblen 8. Arrondissement teil. Dieses Programm ist seit 23 Jahren fester Bestandteil des Angebotes für Französischlerner und bietet mit seinen drei Austauschen im Jahr mit dem Albert-Einstein-Gymnasium außergewöhnliche Möglichkeiten zum Kennenlernen von Land und Kultur sowie zum Ausbau der erworbenen Französischkenntnisse – eine Aktivität der EUROPASCHULE, die von den Schülerinnen und Schülern sehr gut angenommen wird. Aber auch die regelmäßig stattfindenden Besuche in unserer Partnerstadt St Maur sowie die rege Beteiligung an den drei COMENIUS-Projekten des Albert-Einstein-Gymnasiums mit Frankreich als Partner zeigen das große Interesse am Nachbarland.

 

Während im 8. Jahrgang der Austausch zwischen gleichaltrigen Jugendlichen beider Länder nur 12 Tage dauert und vor allem touristisch ausgerichtet ist, haben die Neuntklässler die Möglichkeit, fünf Wochen in den Gastfamilien zu verbringen und am Unterricht der Partnerschule teilzunehmen. Schülerinnen und Schüler des 10. Jahrgangs können darüber hinaus für drei Wochen ein Praktikum in Pariser Betrieben oder Grundschulen absolvieren. Manch einer wäre auch gerne länger geblieben oder äußerte den Wunsch, bald wiederzukommen – sei es, um die neu gewonnenen Freunde zu besuchen oder sogar einen Studienaufenthalt in Frankreich zu verbringen!

 

Aber blicken wir noch einmal zurück: Das zarte Bäumchen der deutsch-französischen Freundschaft mit all diesen großartigen Möglichkeiten, über den Tellerrand zu blicken, sich kulturell und sprachlich zu bilden, Freunde in unserem wichtigen Nachbarland zu finden oder auch schon berufliche Kontakte zu knüpfen, wurde vor 50 Jahren gepflanzt und trägt jetzt reichlich Früchte.

 

Danke dafür, Konrad und Charles!

 

Autorin: Liane Kunkel, 13.01.2013

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