Schülerinnen und Schüler, die an ihrem Instrument besonders begabt sind, können im Fachbereich Musik als Mentoren ausgewählt werden. Neben der besonderen Begabung am Instrument ist es nötig, dass die Mentoren etwa 1-2 Mal im Monat Zeit für ihre Kleingruppen finden und persönlich dazu in der Lage sind, ihr Wissen in angemessener Art und Weise weiterzugeben.

Im Schuljahr 2015/2016 unterstützen folgende Schüler-Mentoren unsere jüngsten Musiker:

Niklas Fiedler, Jg. 12, E-Bass/E-Gitarre Laura Geier, Jg. 11, Schlagzeug/Percussion Tristan Dewald, 9B, Trompete Tuan Nguyen, 9B, Schlagzeug/Percussion Canan Varan, 8B, Querflöte Johann Stege und Meikel Böker, 7B, Posaune Emi Mansius, 7B, Klarinette

Diese Unterstützung findet meist in Form von Satzproben statt. Teilweise proben die Instrumentalsätze (z.B. alle Querflöten) mit ihren Mentoren einen kurzen Zeitabschnitt während der regulären Gesamtprobe, teilweise treffen sich die Jugendlichen zu Zusatzproben.

Die Jüngeren gewinnen Sicherheit in ihren Stücken für die Konzerte, die Älteren gewinnen an Souveränität und knüpfen Kontakte zu zukünftigen Ensemblemitgliedern. Insgesamt steigt so nicht nur das Niveau bei dem „Jungen Orchester“ , sondern auch im Orchester der höheren Jahrgänge: Wenn die Jüngeren bereits in den ersten Jahren am AEG zusätzliche Proben wahrnehmen und Freunde und Bekannte unter älteren Orchestermitgliedern gewinnen, so wird das steigende Niveau in wenigen Jahren auch das Orchester erreichen.

Die verschiedenen sozialen Rollen, in denen sich die Jugendlichen wiederfinden, stärken die Schülerpersönlichkeit und das Einnehmen verschiedener Perspektiven in Bezug auf Leistungsorientierung: Wer als Siebtklässler zu den Stimmältesten und Vorbildern der Jüngeren gehört, muss sich als Achtklässler auf höherem Niveau im Orchester wieder ein- und unterordnen. Bei besonderer Begabung kann eine Bewerbung zur Auswahl als Mentor erfolgen.

Zusätzlich ist der soziale Kontakt über den eigenen Jahrgang hinaus ein großer Gewinn für die Schulgemeinschaft.

Autorin: Delia Hentschel

Für einige Menschen ist es Ehrensache: Wer etwas Besonderes weiß und kann, der hilft anderen weiter. Am AEG findet sich dieses Prinzip seit langem bei SHS – Schüler helfen Schülern, in unseren Rockbands wird es genutzt und seit diesem Halbjahr ist der Ansatz offiziell Grundlage unserer Begabtenförderung im Fach Musik.

Musikalisch besonders begabte Schüler, die sich in unseren Musik-AGs einbringen und das Schulleben bereits aktiv bereichern, setzen sich als Mentoren für die jüngeren Musiker ein. Die Mentoren übernehmen ein bis zwei Mal pro Monat eine Kleingruppe (z.B. die Schlagzeuger einer AG) und proben mit ihnen zielgerichtet schwierige, komplexe oder auch neue Musikstücke.

Das Mentoren-Prinzip hat drei Hauptziele:

  1. Die AGs mit den jüngeren Schülern (z. B. Junges Orchester) werden in Kleingruppen speziell gefördert und so das Niveau insgesamt gehoben.

  2. Die älteren Schüler, die als Mentoren tätig sind, lernen eine neue Perspektive kennen. Sie leiten Kleingruppen, vereinfachen Noten, schlichten ggf. Auseinandersetzungen und vermitteln hautnah ihren Spaß am Musizieren.

  3. Das Schulleben am AEG wird durch die weitere Vernetzung zwischen jüngeren und älteren Schülern bereichert.

Für die Jüngeren erschließen sich die Vorteile auf einen Blick: Die spezielle Förderung einer musikalischen Kleingruppe ermöglicht konzentriertes Arbeiten und minimiert Störungen durch pausierende Schüler. Des Weiteren gewinnen die Jüngeren Vorbilder.

Für die Mentoren entstehen ebenfalls viele Vorteile: Neben dem individuellen Üben an den eigenen Fähigkeiten erleben sie, wie sie ihre Begeisterung übertragen können. Nach einer Mentorenprobe hören sie direkt, wie die Jüngeren sich innerhalb kürzester Zeit verbessern und wissbegierig auf die Ratschläge der Älteren hören. Die Leitung und Instruktion der Kleingruppen fördert nicht nur den Blickwinkel auf musikalische Verläufe und deren Vereinfachung, sondern auch ganz allgemein die wichtigen „Soft Skills“, nämlich den Umgang mit Kleingruppen in einer leitenden Funktion und die Übernahme der Verantwortung für das Probenergebnis.

Die Vernetzung zwischen den verschiedenen Jahrgängen, insbesondere zwischen Sekundarstufe I und II, fördert das Zusammengehörigkeitsgefühl am AEG. Wer Schüler der anderen Jahrgänge persönlich kennt und mit ihnen probt, der interessiert sich auch für deren Konzerte und dafür, ob ihnen etwas gut gelingt und sie ihre Ziele erreichen.

 
Autorin: Delia Hentschel

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