Konzerte

Obwohl die Einteilung von Musik in „ernste Musik“ und „Unterhaltungsmusik“ ohnehin meist fraglich ist, will doch die Stückauswahl für ein Konzert in einem derart halligen Kirchenraum wie dem des Hamelner Münsters wohlüberlegt sein. Dass ein gemischtes Konzertprogramm aus so genannten „klassischen“ und „populären“ Werken dennoch gelingen kann, zeigte das Adventskonzert des Albert-Einstein-Gymnasiums Hameln am vergangenen Mittwoch.

Vom Barock-Ensemble bis hin zu einer Formation mit Rappern war so ziemlich alles musikalisch vertreten, was man sich an unterschiedlichen Formationen vorstellen kann: So spielte das im Rahmen der AEG-Begabtenförderung entstandene Blech-Bläser-Ensemble unter der Leitung von Delia Hentschel ein Stück aus dem Frühbarock von Michael Praetorius und das Solo-Ensemble des Schulorchesters ein Stück von Friedrich Händel. Ganz andere Klänge waren von der Big Band (Leitung: Tobias Carmine) zu vernehmen, welche den aus der Coca-Cola-Werbung bekannten Song „Holidays are coming“ ertönen ließ. Der derzeitige Musik-Leistungskurs gab ein selbst geschriebenes Arrangement des Kirchenliedes „Hört der Engel helle Lieder“ zum Besten, welches verschiedenste Elemente von der virtuosen Violine bis zum modernen Sprechgesang miteinander vereinte. Sowohl die Bläserklasse 5B als auch die Bläserklasse 6B waren neben dem jungen Orchester (u.a. mit „Jupiter“ von „The Planets“ und „Eyes Open“ von „The Hunger Games“) und dem Chor der Jüngeren, welcher sich den Namen „Vocalini“ gegeben hat, zu hören (u.a. mit „Let it go“ vom angesagten Disney-Film „Die Schneekönigin“ und „Bald ist Weihnachten“ von den Prinzen).

Die Höhepunkte des Konzertes waren der Chor unter der Leitung von Claudia Gottschalk mit Stücken wie „The Last Unicorn“ oder „Christmas Lullaby“ von John Rutter und das AEG-Orchester (Leitung: Maren Dörner) mit Stücken wie „The 3-minute Nutcracker“ oder „Hobbits Dance and Hymn“, bevor das Konzert damit endete, dass alle Anwesenden gemeinsam den Choral „Es ist ein Ros entsprungen“ zum Klingen brachten, wobei in der Oberstimme drei Trompeten-Fanfaren noch einmal abschließend für den weihnachtlichen akustischen Glanz sorgten.

Cord Wilhelm Kiel

„Ein Hoch auf uns!“ von Andreas Bourani war wohl – spätestens seit dem deutschen Triumph bei der Fußball-WM im letzten Jahr – DER große Hit und das Motto vieler Feten und Feiern innerhalb der letzten 12 Monate. „Auf uns!“, gesungen als vorletzter Titel beim großen Sommerkonzert des Albert-Einstein-Gymnasiums kurz vor den Sommerferien, wurde auch als Slogan von den beteiligten Schülerinnen und Schülern auf großen Schildern als Motto „ihres“ Sommerkonzertes verwendet. „Ein Hoch auf uns am AEG“, resümierte Schulleiter Wolfgang Weber daraufhin in seiner Dankansprache am Ende des Konzertes – „bei uns ist viel los, was man heute wieder einmal im Bereich Musik gesehen hat“.

Eigentlich stand das Konzert unter dem Motto „Turn it up“. Dies war der Abschlusstitel, den alle Mitwirkenden und Ensembles in der bis auf den letzten Platz (und darüber hinaus) gefüllten Aula des AEG anstimmten. Ein positives, fröhliches Lied am Ende eines langen Schulhalbjahres – nicht wenige Mitwirkende dürften sich freuen, dass nun, wo der Sommer schon fast in die zweite Hälfte geht, „endlich“ Ferien sind.

Beteiligt bei dem insgesamt drei Stunden langen – aber nie langweiligen – Konzert waren außer den Rockbands alle musikalischen Ensembles des AEG. Neben dem Orchester, dem Chor, der Big Band, den Youngstars, den Vocalini (Vorchor) und den Bläserklassen 5B und 6B waren allerdings auch die Rapper von EASGA (Eloquent artikulierende Sprechgesangsartisten) mit dabei. Eine Sondereinlage bot das Trio Julia Knezevic, Stephanie Queren und Celia Fritze.
Auch wenn der Leitspruch des Abends „Turn it up“ Musik in gesteigerter Lautstärke und hohem Tempo vermuten ließ, war die Akustik (von Klaus Kawan an der Technik bestens abgemischt) stets angenehm, der Sound glasklar. Das eine oder andere ruhige Stück war ebenso zu genießen wie HipHop, Jazz oder auch Traditionals.

Am Ende des Konzerts wurden nicht nur diejenigen Abiturienten des Jahrgangs 2015, die bei diesem Auftritt zum letzten Mal in den Reihen der AEG-Ensembles auftraten, verabschiedet, sondern auch die beiden Musiklehrkräfte Maurice Laurenz und Tabea Müller. Während Müller ihr Referendariat erfolgreich beendet und sich nun auf eine „feste“ Lehrerstelle beworben hat, wechselt Maurice Laurenz wohnortnah an die KGS Pattensen. „Was er am AEG angeschoben und etabliert hat, wird erfolgreich weitergeführt“, sagten seine Kollegen der Musik-Fachgruppe. Gemeint sind damit vor allem die Bläserklassen, die es in Hameln in dieser Form nur am AEG gibt.

Cord Wilhelm Kiel

0103Das diesjährige Konzert der Jahrgänge fünf bis sieben am AEG war ein voller Erfolg. Am Nachmittag trafen sich die Bläserklassen, der junge Chor „Vocalini“ und das junge Orchester „Youngstars“, um ihre aktuellen Stücke in lockerer Atmosphäre bei Kaffee und Kuchen zu präsentieren.

Der Charme des „Juni-Meetings“ lag in der Kombination von mitreißender Musik,  offenem Buffet, Kuscheldecke mit Spielecke und Büchern für jüngere Geschwister und dem fröhlichen Austausch der Beteiligten untereinander. Zur Eröffnung sprach Schulleiter Wolfgang Weber eben diese Stärke an und lobte die Möglichkeit für die Jüngsten, ihr großes Repertoire präsentieren zu können.

Die Vocalini, der 14köpfige Chor der 5. und 6. Klassen, sang stimmrein und schwungvoll, wobei Chorleiterin Maren Dörner nicht nur Geschick für gute Stückauswahl, sondern auch für choreographische Einfälle bewies. Im Anschluss zeigte die Bläserklasse 6B – ebenfalls dirigiert von Maren Dörner – ihre erstaunliche Entwicklung in nur zwei Jahren Bläserklassenarbeit.

Die Bläserklasse 5B, geleitet von Maurice Laurenz, erinnerte die Beteiligten an ihre eigenen Anfänge: Nach nur einem dreiviertel Jahr Bläserklassenarbeit mit Klassenorchester und Instrumentalunterricht wurden von den Schülern bereits Stücke verschiedener Stimmung, Tempi und Dynamik vorgeführt. Den Bläserklassenschülern fällt nicht nur die Musiktheorie mit der Unterscheidung von Moll und Dur, forte und piano, Violin- und Bassschlüssel leicht, sondern auch die praktische Umsetzung.02
Als Abschluss spielten das junge Orchester unter der Leitung von Delia Hentschel, das die Bläserklassenschüler nach der 6. Klasse auffängt und weiterbildet. Stilistisch anspruchsvoll wurde mit „Samba do Janeiro“ begonnen, differenzierte Vielseitigkeit zeigte das Ensemble mit dem Soundtrack von „The Incredibles“. Die Auswahl der Stücke treffen vorwiegend die Schülerinnen und Schüler, sodass der Rock-Klassiker „Eye of the tiger“ das Publikum in beschwingter Hochstimmung in den sonnigen Frühlingabend entließ.

Autorin: Delia Hentschel

Das diesjährige Adventskonzert des Albert-Einstein-Gymnasiums sorgte für stimmungsvolle Vorweihnachtsfreude. Das breite Spektrum des musikalischen Schaffens am AEG wurde wieder einmal von einer Vielzahl musikalischer Ensembles und Solisten dokumentiert. Die Zuschauer in der voll besetzten Münsterkirche bedankten sich mit langem Beifall bei den Schülerinnen und Schülern und ihren betreuenden Lehrkräften für begeisternde Darbietungen.

Schon seit Jahren sind die AEG-Adventskonzerte Garanten für adventliche Melodien abseits ausgetretener Pfade. Nein, es gibt kein „Stille Nacht“ oder „Oh, Tannenbaum“ und erst recht nicht „Last Christmas“ zu hören, dafür aber atmosphärische Melodien, die unter die Haut gehen, zur Ruhe kommen oder auch besinnlich wirken lassen. Dabei werden die Genregrenzen zwischen Klassik, Pop und sakraler Musik elegant überschritten – in der Summe gibt es eine kostenlose Einstimmung auf die Weihnachtszeit in der einzigartigen Atmosphäre der Hamelner Münsterkirche.

Ob Thilo Tüllmann an der großen Marcussen-Orgel Auszüge aus Werken Mendelssohn-Bartholdys spielte, Helena Schöttler, am Klavier begleitet von Julian Achilles, an der Querflöte brillierte, Clara Fey ein Solo am Klavier darbot oder Lisa Loeding, Lucy Sage, Laura Geier und Nico Potthast eine ergreifende Version von Leonard Cohens Klassiker „Halleluja“ anstimmten – Gänsehaut war garantiert. Als fröhlicher Kontrapunkt spielten die Vocalini, die Bigband, die Bläserklasse 6B und die Youngstars mit flotten Liedern und Traditionals auf. Ganz große Emotionalität wurde dann bei den Auftritten des Orchesters, des Chors und beim gemeinsamen Abschlusschoral „Fröhlich soll mein Herze springen“ erzeugt.

Schulleiter Wolfgang Weber und sein Stellvertreter Christian Schmidt bedankten sich bei den Musiklehrern des AEG, ohne deren Einsatz und aufwändige Vorbereitungen dieses Konzert nicht möglich gewesen wäre. Schließlich hatten die Lehrkräfte wochenlang für dieses tolle Konzertereignis geprobt. Fast alle Zuschauer spendeten einen kleinen oder auch größeren Betrag für den Fachbereich Musik des AEG und für die Münsterkirchengemeinde. Damit belohnten sie die vielen Schülerinnen und Schüler, die bei diesem Konzert „auf der Bühne standen“, für ihr besonderes Engagement, und unterstützten außerdem die Lehrkräfte bei ihrer Arbeit am AEG.

Das zweite Konzert zur Weihnachtszeit – ein „Adventskonzert der etwas anderen Art“ – steigt am letzten Schuldonnerstag vor den Weihnachtsferien. Dann heißt es „Christmas Rock in der Mensa“ – und dann wird es deutlich lauter und rockiger, allerdings nicht weniger engagiert und professionell vorbereitet zur Sache gehen. Der AEG-Chef kann wahrlich stolz auf seine Fachgruppe Musik und das musikalische Angebot seiner Schule sein: „Die ernorme Vielfalt der Musikgruppen am AEG ist Ausdruck des Einsatzes von Schülern und Lehrern – das ist keine Selbstverständlichkeit“, resümierte Wolfgang Weber. Für die Fachgruppe Musik dankte Delia Hentschel den anwesenden Eltern für die Unterstützung ihrer Kinder: „Ohne die Schülerinnen und Schüler wäre ein solches Konzert nicht möglich – danke, dass Sie uns so tolle Schüler geschickt haben!“

Autor: Cord Wilhelm Kiel

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