Austausch September 2011

Austauschreise nach Alton

  

Flüge und Busse sind gebucht, die Unterkunft in Gastfamilien ist durch unsere unermüdlich tätige englische Kollegin Frau Dr Gould trotz einiger unvorhergesehener Schwierigkeiten gesichert, das Programm der Fahrt steht, gutes Wetter ist bestellt und nun kann es endlich losgehen.

 

Sind alle Ausweise dabei?

                   Ja, fast alle, aber ein Vater kommt unverhofft zu einem nächtlichen

                   Ausflug zum Flughafen Hannover.

Sind alle Handgepäckstücke ordnungsgemäß gepackt?

                   Ja, fast alle, aber einige Wasserflaschen und eine Schere müssen

                   am Flughafen doch noch aus dem Verkehr gezogen werden.

 

Aber schließlich sitzen alle zu noch früher Stunde ein wenig müde und angespannt im Flugzeug nach London: Der erste Flug … Vorfreude auf ein unbekanntes Land oder auch Skepsis … Neugier auf die englische Gastfamilie oder auch ein wenig Unsicherheit …

                   

                    „Am Anfang hatten wir etwas Angst, dass unsere Gastfamilien uns nicht

                        verstehen würden.“ (Kirill)      

                                  

Aber erst einmal genießen wir den schönen Morgen über den Wolken; einige fassen sich auch ängstlich an den Händen; jemand „singt“, um sich Mut zu machen (!?).

 

Nach der Landung quält sich der Bus („Redwing“ Coaches!) durch den Berufsverkehr rund um London; das gibt uns Gelegenheit für ein kleines Schläfchen, bedeutet aber auch fast zwei Stunden Verspätung, bis wir an unserer Gastschule eintreffen und so das vorbereitete Programm gehörig durcheinanderwirbeln.

Aber wir werden durch einen liebenswürdigen Empfang mit einer Schulführung, einem ausgedehnten Lunch und ein paar interessanten Unterrichtsstunden entschädigt.

 

                     „Der Unterricht und die Schule sind ganz anders als bei uns in Deutschland. Der

                          Unterrichtsschluss ist jeden Tag erst um 16.15 Uhr, aber viele haben danach

                          noch AGs wie Musical und Orchester, so dass sie erst gegen 19 Uhr zu Hause

                          sind. In den Korridoren hängen sehr viele Fotos von Sportereignissen oder

                          anderen Anlässen. Das Schulgelände ist riesig, fast wie ein kleiner Park.“

                                                                                                                  (Sophia)

 

                         „Die Regeln in der Schule sind anders. Die englischen Mädchen müssen eine

                          Schuluniform tragen; Make-up ist in der Schule verboten.“ (Anja)

Mit solchen ersten Eindrücken versehen, gilt es nach Schulschluss ein weiteres Mal Neuland zu betreten: Wie lebt eine englische Familie? Wie wird der Empfang der Gastfamilie ausfallen?

 

                     „Ich wurde sehr freundlich empfangen und alle haben sich superlieb um mich 

                         gekümmert.“ (Laura J.)

 

                         „Alle waren sehr nett zu mir. Ich fand die Tage bei der Familie sehr schön.“

                                                                                                                             (Nina)

 

                         „Sie haben sehr viel über England erzählt, und wir haben auch über Deutschland

                         gesprochen.“  (Anja)

 

                         „Das Abendessen ist sehr groß und warm. Die ganze Familie saß an einem Tisch

                          und aß. Es war sehr lustig und schön. Oft wurde beim Essen TV geschaut oder

                          Musik gehört. Insgesamt fand ich alles wundertoll. Das Abendessen war immer

                          ein besonderes Highlight und ein schöner Abschluss für den Tag“. (Ramona)

 

Da ist es kein Wunder, dass sich am nächsten Morgen auf dem Weg nach Winchester alle sehr viel zu erzählen haben.

Dabei vergisst man auch schon einmal die gute Kinderstube und verhält sich im Linienbus nicht immer altersangemessen – der Busfahrer ist jedenfalls „not amused“…

 

Die Kathedrale in Winchester ist eindrucksvoll, ganz besonders aber auch das Winchester College, als eine aus dem Mittelalter stammende private Schule für Jungen wiederum ein ungewohntes Terrain.

 

                         „Auf das College gehen Jungen aus aller Welt, deren Schuluniform ein Anzug ist.

                          Durch die Türme und die altertümlichen Räume erinnert das Gebäude an die

                          Harry-Potter-Filme.“ (Alisa)

 

Tatsächlich wurde die Schule als Drehort für die Verfilmung der Harry-Potter-Bücher in die engere Wahl gezogen.

Danach folgt das obligatorische Shopping in der typischen High Street englischer Kleinstädte mit den typischen Läden und dem typischen Angebot.

 

Die Rückfahrt nach Alton verläuft nach ein paar klärenden Worten über angemessenes Verhalten in öffentlichen Verkehrsmitteln dann schon deutlich gesitteter…

Ja, so kann man einen guten Eindruck von Deutschland und den Deutschen im Ausland hinterlassen.

 

Am Samstag legen sich die englischen Gastfamilien dann ordentlich ins Zeug, um den deutschen Gästen ein spannendes Wochenende zu bereiten.

 

                      „Wir sind in die Porzellanmalerei gegangen und haben Eierbecher, Katzen,

                            Frösche und vieles mehr gestaltet. Das hat echt Spaß gemacht!“ (Kathy)

Es ist nur schade, dass nicht alle solche Anstrengungen immer optimal wertschätzen und die Mühe erkennen, die sich dahinter verbirgt.

 

Auch der Sonntagvormittag wird von den Familien gestaltet; am Nachmittag geht es dann zu einer Abschiedsveranstaltung mit Sport, Spiel und Picknick noch einmal in die Schule.

 

                           „Am Sonntag haben wir uns von 2 bis 5 Uhr in der Schule getroffen. Wir haben

                            als erstes Rounders gespielt, die Teams waren gemischt. Danach haben wir

                            gepicknickt, dann sind wir in die Sporthalle gegangen, dort haben als erstes die

                            Deutschen Völkerball gespielt, danach haben die Engländer es versucht.“

                                                                                                          (Hanna)

 

Zum Schluss wird für das Fotoalbum noch ein Erinnerungsfoto gemacht.

 

Am nächsten Morgen um 9 Uhr steht der Reisebus pünktlich bereit, um uns nach London zu bringen; doch auch dieses Mal stranden wir im Berufsverkehr und kommen erst mit erheblicher Verspätung an unserem Ziel an: Madame Tussaud’s Wachsfigurenkabinett.

 

                            „Unsere Lieblingsfiguren waren Leonardo DiCaprio, Johnny Depp, Robbie

                             Williams, Jimi Hendrix, Lady Gaga … Es gab einen sehr gruseligen Teil, man ist

                             durch ein Gruselkabinett gegangen. Unserer Meinung nach war es ein tolles

                             Erlebnis.“ (Laura und Johanna)

 

Danach heißt es dann in der Oxford Street „Shop till you drop“, solange das noch verbliebene Taschengeld reicht. Es grenzt an ein Wunder, dass schließlich alle so gut wie rechtzeitig am Abfahrtsort anlangen.

 

Unser netter Busfahrer zeigt uns als Kontrastprogramm zu Vergnügungstempel und Konsumrausch auf dem letzten Stück des Weges noch einmal einige traditionelle Sehenswürdigkeiten: Buckingham Palace, Westminster Abbey, Big Ben, St. Paul’s und last but not least die Baustellen von Olympia 2012.

 

Zum Schluss trennen uns nur noch wenige Stunden und ein angenehmer Rückflug vom vertrauten nächtlichen Hameln.

 

                                                                 Text: Marianne Hinsch

                                                                  Fotos: Melissa Henschke

 

The German Exchange returns to Alton Convent School

Excitement was great amongst Year 10 Alton Convent pupils last week when their German pen pals arrived to spend time with them. They had written letters to each other since Year 8 and had met in May in the historic town of Hamelin, Germany where the partner school Albert-Einstein-Gymnasium is located.

25 German girls and boys where hosted by Convent families and immersed themselves into the English way of life for a few days. They were taken to places of interest like London or went out to play bowling. One day lead the group to Winchester where they enjoyed a guided tour of Winchester College and a walk along the River Itchen.   Thursday saw all of our guests attending lessons at Alton Convent, observing how differently the school day is organised compared to their own school.  German pupils commented on the polite manners of the Convent girls and were amazed about the high pace of lessons.

Everyone enjoyed our last afternoon with sport games and a joint picnic in the school grounds on Sunday.  Our German friends gave their best in a game of rounders but showed clear advantage in the tug-of-war. Kings is a ball game that both nations know and the pupils played it in different variations.

A few tears fell when it was time to say Auf Wiedersehen to our visitors but every year firm friendships are formed between the participants of this exchange, and the girls organize individual trips and keep the links alive between Alton and Hamelin.

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