Am 26. Mai 2018 war es wieder einmal so weit. Siebzehn Schülerinnen und Schüler des Albert-Einstein-Gymnasiums Hameln brachen bei bestem Wetter um 7.50 am Hamelner Bahnhof auf, um eine seit mehr als 25 Jahren bestehende Tradition zu pflegen, den Ungarnaustausch mit dem Sandor – Körösi – Csoma Gymnasium in Budapest/Ungarn.

Die Woche in Ungarn – bei stets bestem, sommerlichem Wetter – versprach für alle Betei-ligten viel Spannung, Spass und neue Erlebnisse. Nach einem ersten Kennenlernen in den Gastfamilien erwartete uns ein abwechslungsreiches, mit viel Mühe gestaltetes Wochenprogramm. Bereits am Sonntag - dem Familientag - besuchten die SuS. namhafte Ausflugsziele in und um Budapest, beispielsweise luden das für sein Kunsthandwerk und traditionelles, ungarisches Essen berühmte Dorf Szentendre oder die im Zentrum Budapests inmitten der Donau gelegene Margareteninsel zum Schlendern und Verweilen ein.

Nach einer ersten, durch zahlreiche Kennenlernspiele gestalteten Begrüßung in der ungarischen Schule, besuchten die SuS. die St.-Stephansbasilika. Der Blick vom Turm fiel dann auf die zahlreichen Sehenswürdigkeiten der Stadt und machte sogleich Lust auf weitere Erkundungen, beispielsweise den ebenfalls besuchten Heldenplatz, der dem interessierten Besucher eine Auswahl ungarischer Nationalhelden vorstellt. In einem Halbkreis thronen Stephan I. Bela IV., der ungarische Held der bürgerlichen Revolution 1848 Lajos Kossuth und viele weitere. Ganz in der Nähe befindet sich dann auch das bei Schülern wie Einheimischen beliebte Fotomotiv der Anonymusstatue, des Notars des ungarischen Königs Bela, die sich im Budapester Stadtpark – einem beliebten Treffpunkt für Jung und Alt – befindet. 

Einen Querschnitt durch die ungarische Geschichte bot weiterhin die Besichtigung des Nationalmuseums, welches Funde aus der Steinzeit ebenso präsentierte, wie eine Information der Besucher über die Zeit Ungarns im Kalten Krieg bis in die Moderne. Nach so viel Kultur kam eine entspannte Fahrt auf der Donau gerade recht, die eine kurze schöpferische Pause gewährte. Zu den Highlights der Woche gehörten darüber hinaus der Besuch des ungarischen Parlaments, des viergrößten Parlamentsbaus der Welt, in dem der Besucher die Krone der ungarischen Könige sowie den in goldfarben ausgeschmückten Parlamentssaal besichtigen konnte. Immer wieder wurde das Kulturprogramm auch durch sorgsam ausgewählte Spaziergänge angereichert, beispielsweise auf den St. Gellertberg, der nach dem Heiligen Gellert benannt worden ist, der dort zu Tode kam oder den Johannesberg.

Gerade der Ausflug auf den Johannesberg, einem der zahlreichen Panoramapunkte der Stadt, gefiel den SuS. besonders gut, da er mit einer Bahnfahrt einer alten Eisenbahn durch die malerisch anmutende ungarisch-budapester Hügellandschaft verbunden war und der Abstieg vom Berg mit einem Sessellift begangen wurde.  Wer bis dahin noch keine Gelegenheit gefunden hatte, um ein Andenken zu kaufen, dem boten die Markthalle oder die zahlreichen kleinen Geschäfte im Burgvierteil dafür eine reichhaltige Auswahl an kulinarischen Köstlichkeiten.

Am Freitag hieß es dann von den ungarischen Austauschpartnern Abschied zu nehmen, aber doch dafür zahlreiche Erfahrungen mit nach Hameln zurückzunehmen. Der Budapestaustausch war für alle Beteiligten eine wertvolle kulturelle Bereicherung, die im Herbst mit dem Besuch der ungarischen Schülerinnen und Schüler fortgesetzt wird. Wir freuen uns auf euch.

Tavaszi zelt vizet araszt, viragom, viragom.

Minden madar tarsat valaszt, viragom, viragom

Hat en immar kit valasszak, viragom, viragom?

Te engemet, en tegedet, viragom, viragom.


Frühlingwinde bringen flutendes Wasser, mein Schatz, mein Schatz…

Jeder Vogel wählt einen Partner, mein Schatz, mein Schatz…

Wen wähle ich nun, mein Schatz, mein Schatz?

Du hast mich und ich hab dich, mein Schatz, mein Schatz…


Marina Möhlmann und Robin Jagel

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